Sportverband Detmold auf Social Media:

Lippische Leichtathleten mit achtmal Edelmetall erfolgreich in Dortmund

„Wenn ein Kreis Lippe schon in den ersten zwei von vier Westfalenmeisterschaftsterminen bei starker Konkurrenz fünfmal Gold und zweimal Silber holt, dann ist das durchaus bemerkenswert“, war ein zufriedener Leichtathletik-Chef Klaus Brand nach den beiden Tagen in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle zu hören. Vor allem auch Jüngere, die gerade erst die Ostwestfalen-Nachwuchsförderung durchlaufen, drängten dabei ins Bild. Wie zum Beispiel in W14 Miranda Wolf (LG Lippe-Süd), die sich mit der viertbesten Meldeleistung von 8,97m als Kleinste im Feld der Kugelstoßerinnen Stoß um Stoß verbesserte und schließlich mit einer gewaltigen Energieleistung von 10,31m die bis dahin Führende Duwenbeck (Olympia Dortmund) hinter sich lassen und sich den Titel holen konnte.

Lange Zeit sah es sogar nach einem Doppelerfolg mit der Kugel aus, denn Vereinskamerad Jannis Brand hatte sich im Kugelstoß M15 mit 11,87m um fast einen halben Meter verbessert und lange geführt, musste sich mit dem allerletzten Versuch aber von Kreimer (Horstmar) um 21cm übertreffen und auf den Silberrang versetzen lassen. Stark auch der Nachwuchs vom Stabhochsprungverein Horn-Bad Meinberg-Lippe, wo nicht nur Melissa Petkau in W14 mit 3,31m das Feld beherrschte, und in W15 Eva Wilke mit 3,00m siegte. Beide sicherten sich damit Gold, und Jana Bielemeier belegte mit 2,80m noch Platz 3 in W14. Bei den Frauen mussten sich Maybrit Sommer und Lina Heine diesmal jeweils mit 3,30m mit den Plätzen 5 und 6 begnügen.

In Startgemeinschaften erfüllten sich die Lipper weitere Medaillenträume: In der neu ins Programm genommene Olympischen Staffel (400-200-200-800m) stürmte in U20 Josefine Harms mit den Mädchen der Stg Ubbedissen/Lippe in 4:34,52min ebenso auf Platz 1 wie bei den Männern über 4x400m die Stg Ostwestfalen-Lippe in 3:38,41min mit Kevin Ostermann-Emilian Schlieker-Florian Korfmacher-Henrik Wallberg. In U20 konnten sich Wagenbach- Schirpke-Meyer-Arning (alle LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen) mit der Stg Herford/Lippe mit der 4x200m-Staffel in 2:00,35min Platz 2 sichern.

In die Nähe der Medaillenränge konnten sich weitere Lipper schieben: 4. Erik Steinmeier über 3000m U18 in 10:48,31min, 5. Till Morawietz in seinem ersten U20-Jahr über 60m in 7,28s, 6. Karolina Essing in W14 ganz überraschend über 60m in 8,55s und Tristan Kolke (alle LG Lippe-Süd) mit 2:15,10min über 800m. Und von der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen kamen unter die besten Acht: 6. Leon Schirpke über 60m M15 in 7,86s, 6. Karl-Luis Eickmeier in M15 über 800m in 2:19,56min und Emilian Schlieker in U18 über 800m mit einer tollen Zeit von 2:05,97min.

WTB Sportlerehrung: Indiaca mit Fair Play

Die Geehrten in Hamm mit dem Preis für Fair Play

Am vergangenen Wochenende hatte der WTB (Westfälische Turnerbund) zur Ehrung der Deutschen Meister 2022 und der Aktiven bei internationalen Meisterschaften aus verschiedenen Sportarten zur Landesturnschule nach Hamm geladen. Mit dabei waren vier Mannschaften von der Indiaca CVJM SG Sylbach/Pivitsheide. Die Jugendlichen im Alter von 15-18 Jahre haben in den Spielklassen männliche Jugend und Mixed, die Erwachsenen in den Spielklassen Damen und Mixed jeweils die Meistertitel auf nationaler Ebene im DTB (Deutscher Turnerbund) erspielt. Zusätzlich wurden noch sieben Teilnehmer und Teilnehmerinnen von der SG für die erfolgreiche Teilnahme an den Indiaca Weltmeisterschaften 2022 in Luxemburg ausgezeichnet. Darunter drei Weltmeister in den Spielklassen Mixed und Herren Senioren sowie weitere Vizeweltmeister in weiteren Spielklassen. Damit ist 2022 das erfolgreichste Jahr für die SG im DTB seit Gründung der Spielgemeinschaft. Für gelebtes Fair Play bei den Spieltagen und Meisterschaften wurde die Indiaca Fachschaft zusätzlich mit einer Sonderehrung des WTB versehen. Der Fair Play Pokal wurde in der Feierstunde vom Präsidium des WTB überreicht. Indiaca ist eine Sportart, in der Fairness und gegenseitiger Respekt selbstverständlich sind.

Meisterehrung des Westfälischen Turnerbundes

An die 300 Sportlerinnen und Sportler waren am 14. Januar der Einladung des Westfälischen Turnerbundes in die Landesturnschule Oberwerries gefolgt, wo traditionell die Meisterehrungen stattfinden.
Angefangen bei den Landesmeister*innen bis zu den Titelträger*innen auf nationaler und internationaler Ebene (DM, EM und WM) würdigte der WTB die herausragenden Leistungen, die im vergangenen Sportjahr von den Aktiven in den 13 Fachgebieten erbracht worden sind. Und das trotz der widrigen Umstände, die in den drei zurückliegenden Pandemiejahren für den Leistungssport alles andere als motivierend waren. Um so mehr bedankte sich WTB-Präsident Manfred Hagendorn in seiner Begrüßung für das Durchhaltevermögen, mit dem diese Durststrecke gemeistert wurde.

Dieser Dank und die damit verbundenen Glückwünsche galtrn auch den sieben im Detmolder Turnleistungszentrum betreuten Turnerinnen, die ihrer Freude beim Fotoshooting sichtbaren Ausdruck gaben. Liana Keil, Mia Lutkova, Zoe Lang, Melina Gerlach, Lia Feline Mass und Aliya-Jolie Funk (v.l.) strahlten aus, dass Turnen mehr ist als die Kunst, so beharrlich an Geräten zu üben, bis man bei Wettkämpfen eine tolle Figur
macht. Es ist die Leidenschaft, die dazu verhilft, dass man beim Turnen wie in keiner anderen Sportart die unendliche Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten erleben kann.

Eine besondere Ehrung erfuhr dabei Aliya-Jolie Funk, die bei der Wahl zur „Turnerin des Jahres“ von der Jury auf den 2. Platz gesetzt wurde. Bleibt zum Schluss zu wünschen, dass die in der Detmolder Talentschmiede betreuten Turnerinnen im neuen Turnjahr auch weiterhin erfolgreich sind. Wohlwissend, dass Erfolge eine Treppe sind und keine Tür, durch die man einfach durchgehen kann.

Ostwestfalen-Lippe mausert sich immer mehr zur Förderregion

(Alexander Sczyrba): Die Teilnehmer vom 14.1.23

Bereits zum sechsten Male in diesem Winterhalbjahr hatte Klaus Brand als Lehrwart des Leichtathletik-Kreises Lippe (Detmold/Lemgo) mit seinem Team engagierter Leichtathletik-Trainer aus Ostwestfalen-Lippe zur Nachwuchsschulung eingeladen, und das Angebot wird – gerade auch von den vielen kleinen Vereinen – weiterhin sehr gern genutzt. Wieder waren 59 Teilnehmer in die Bielefelder Seidenstickerhalle gekommen, um in zwei Blöcken über insgesamt vier Stunden an den eigenen Fertigkeiten zu arbeiten, Neues einzuüben und sich mit vielen Gleichgesinnten auszutauschen und Spaß zu haben.

Das Projekt scheint allmählich zur festen Institution zu werden, denn bei den bisherigen Veranstaltungen (die Wettkampfmaßnahmen in Lage und Detmold nicht einmal gerechnet) waren insgesamt 388 Teilnehmer dabei, das macht im Durchschnitt 64,7 Teilnehmer aus mittlerweile 21 Vereinen aus der Region von Espelkamp bis Lüchtringen, von Gütersloh bis Bünde, von Warburg bis Herford.
Da auch durchschnittlich 12,7 Trainer vor Ort sind, ist außerdem ein reger Fachaustausch gegeben, der zu einem Netzwerk in der Region führt. Getragen wird das Projekt von einem Trainerteam, das mit viel Idealismus bei der Sache ist. Hier in Bielefeld wieder mit Tapio Linnemöller (Weitsprung), Michael Striewe (Sprint(Hürden), Enrico Krüger (Hürden/Sprint), Steffen Biermann (Kugel und Hochsprung), Alexander Sczyrba (Stabhochsprung- und Weitsprung) und Klaus Brand (Hochsprung und Mittelstrecke). Selbst wenn wie heute mal Trainer ausfallen, so machen Netzwerk und Flexibilität es möglich, dies auszugleichen, wie heute durch Wilfried Zinram (Brackwede) im ersten Mittelstrecken-Block. Dank auch den Bielefeldern Andreas und Raimond Dopheide für das Besorgen der Kugeln und Aufbau der Anlage.

Nach der Häufung der Maßnahmen in den letzten Wochen gibt es nun eine Schulungspause, denn die FLVW mit vier verschiedenen Meisterschaftsterminen am 21.1/22.1/28.1./29.1., den OWL-Cross am 5.2., den OWL-Meisterschaften am 11.2. und 12.2. und den Hallen-DM lassen uns erst wieder am 25.2.23 in Paderborn einsteigen.

Aufregung vor lippischer Leichtathletik-Doppelveranstaltung

Weil die FLVW-Hallenmeisterschaften in diesem Jahr schon in der zweiten Januarhälfte stattfinden sollen, müssen die lippischen Hallenmeisterschaften noch früher sein, um Qualifikationen dafür erbringen zu können. Der Kreis-Leichtathletik-Ausschuss Detmold/Lemgo setzte dafür eine Wochenend-Doppelveranstaltung für 60m, 60mHürden und Weitsprung/Dreisprung in der Halle Werreanger in Lage und für Hochsprung, Kugelstoß, sowie 35m, Weitsprung und 800m für die Kinder in der dbb-Kreissporthalle in Detmold an.

Dieses Vorhaben sollte sich jedoch als nicht ganz einfach erweisen: Weil die Halle in Lage lange Zeit Aufenthaltsort für Geflüchtete war, stand die Durchführung bis zum Jahresende in den Sternen. Als dann noch der gesamte Sand in der Weitsprunggrube ausgetauscht werden musste, kam bei den Verantwortlichen nicht gerade Freude auf. Der Bauhof sorgte jedoch dankenswerterweise noch für Entwarnung. Doch damit nicht genug. Alle drei Experten für die elektronische Zeitmessanlage in Lippe fielen wenige Stunden vorher auf einmal aus, womit die ganze Veranstaltung noch einmal auf der Kippe stand. Großen Dank daher an Johnny und Alexander Sczyrba als zwei Experten aus Gütersloh, die mit ihrem sehr kurzfristigem Einspringen für die Rettung sorgten.

Die Durchführung selber ließ dann keine Wünsche offen. Nach Lage waren sogar 102 Teilnehmer aus 18 Vereinen aus dem ganzen Land gekommen, um die gewohnt gute Ausrichtung in Lippe zu nutzen. Unter der Regie von Ulrich Offel und Klaus Brand gelang mit Hilfe der Kreis-Kampfrichter für alle ein gelungener Einstieg in die neue Saison. Aus lippischer Sicht ragten besonders die 60m-Zeiten von Till Morawietz (U20) und Gerrit Justin
Gröne (Mä, beide LG Lippe-Süd) in 7,34 und 7,41s, sowie die 8,01s von Leon Schirpke in M15, die 8,45s von Thomas Büschemann in M45 (LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen) und die
8,61s von Karolina Essing (LG Lippe-Süd) in W14 heraus.

Am nächsten Tag stand dann die für die Leichtathletik speziell ausgestattete dbb- Kreissporthalle in Detmold im Mittelpunkt des Geschehens, und wieder waren 89 Teilnehmer aus 10 Vereinen dabei. Überragend die Kugelstoßleistungen: Willam Wolzenburg (Wattenscheid) 16,83m in U18, Marie-Theres Bornemeier 15,36m bei den Frauen, Jannis Brand (beide LG Lippe-Süd) 11,49m in M15. Greta Spieß sprang 1,24m in W12 hoch und
4,21m weit, Wolf Kröger 1,32m hoch in M12, Emma Singh 1,28m in W11 hoch und 3,92m weit, Linus Pöhl (alle LG Lippe-Süd) 4,26m in M12 und Lars Reinhard (LG Lage-Detmold- Bad Salzuflen) 3,78m in M11 weit. Die genau vermessene 100m-Runde in der Halle bestand eine weitere Bewährungsprobe für die 800m-Läufe. Leider fiel der Bewegungsmelder auf der Weitsprunganlage zeitweilig aus, so dass man im Halbdunkel springen musste. Doch
das änderte nichts daran, dass es für die harmonische Veranstaltung mit Kaffee und Kuchen nur zufriedene Gesichter gab und – wie schon in Lage – etliche Danksagungen an die Macher – auch für die „schnellen Siegerehrungen“.
Die kompletten Ergebnislisten beider Veranstaltungen unter Termindatenbank des FLVW bzw. www.flvw-lemgo.de

Gez. Klaus Brand, VKLA

„Teilhabe par excellence“: Detmold wird bundesweiter Vorreiter

Sport für alle – das ist bei der inklusiven Mannschaft des TuS Eichholz-Remmighausen schon gelebte Realität. In Zukunft könnte das Angebot noch weiter ausgebaut werden. Foto: Stadt Detmold

Detmold nimmt in Sachen „Sport inklusiv“ im kommenden Jahr eine Vorreiterrolle ein. Als erste Stadt bundesweit wird sie in Kooperation mit Dachverbänden des Sports Qualifizierungen von Menschen mit Beeinträchtigungen anbieten, um deren Selbstwirksamkeit zu fördern und sie möglichst für ein ehrenamtliches Engagement mit Verantwortungsübernahme in den Sportvereinen zu befähigen. „Das ist Teilhabe par excellence“, freut sich Uli Dubbert, der bei der Stadt Detmold für die Sportentwicklungsplanung verantwortlich ist.

„Sport für alle“ – das ist ein erklärtes Ziel der Sportentwicklungsplanung in Detmold. Damit sind nicht nur sportliche Programme für Menschen aller Altersstufen gemeint, sondern es geht auch um Inklusion. Das heißt: Sportangebote für Menschen mit psychischen und physischen Beeinträchtigungen werden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Sportvereinen in Zukunft noch weiter ausgebaut. Das muss gut vorbereitet, geplant und langfristig auch begleitet werden – und das kostet natürlich Geld. 200.000 Euro für das Projekt „Sport inklusiv“ erhält die Stadt dafür aus dem Fördertopf der LWL-Sozialstiftung gGmbH, die Gelder für innovative Projekte für mehr Inklusion und Teilhabe bereitstellt. Damit werden neue Qualifizierungen ermöglicht – und das Sportangebot in Detmold noch inklusiver. Langfristig sollen die Projekterfahrungen und guten Beispiele geteilt werden und
Nachahmer in anderen Regionen finden.

Das Projekt „Sport inklusiv“ startet im März kommenden Jahres und läuft bis Dezember 2025. In einem ersten Schritt starten die Verantwortlichen zunächst damit, die Angebots- und Nachfragesituation zu klären: Welche Sportvereine machen bereits inklusive Angebote? Wie werden sie genutzt? Wie groß ist der Bedarf darüber hinaus? Nicht zuletzt wird bei dieser Bestandsaufnahme auch ermittelt, wie barrierefrei die Detmolder
Sportstätten sind. Hand in Hand mit den Anbietern sportlicher Angebote, darunter natürlich die zahlreichen Sportvereine, soll dann das inklusive Angebot kontinuierlich erweitert werden. Dazu gehört es auch, Übungsleiter weiter zu qualifizieren, um sie auf den professionellen Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen bestens vorzubereiten. Uli Dubbert: „Unter anderem geht es darum, noch einfühlsamer auf Teilnehmer einzugehen und gemeinsam neue Bewegungsangebote zu entwickeln, die zum Beispiel mit weniger Regeln als klassische, sportartspezifische Angebote auskommen.“ Und schließlich, so wünscht es sich der Sportentwicklungsplaner, haben möglichst viele Menschen mit Beeinträchtigungen hoffentlich großes Interesse daran, die neue Fortbildungsmöglichkeit zu nutzen, um künftig im eigenen sportlichen Team Verantwortung zu übernehmen: „Für die Persönlichkeitsentwicklung ist das ein ganz großer Schritt nach vorn“, prognostiziert Uli Dubbert.

Weihnachtsgruß des Detmolder Sportverbandes

Liebe Sportler,

Sport ist bunt, vielseitig, tolerant und offen. Mein Gruß geht an alle gleichermaßen und ich wünsche mir, dass sich alle angesprochen fühlen!

Im vergangenen Jahr hatte ich in meinem Weihnachtsgruß von einem „Ausnahmejahr“ gesprochen. Nach Pandemie, Einschränkungen und Absagen hatten wir alle geglaubt, dass
sich die Dinge in 2022 wieder normalisieren würden. Leider hat uns die Realität eines Besseren belehrt. In diesem Jahr hat es neue, nicht für möglich gehaltene Herausforderungen gegeben, die uns und die Welt in Atem halten. Auf das kommende Jahr schauen wir deshalb sicherlich alle mit etwas gemischten Gefühlen. Denn die Welt ändert sich weiter in rasantem Tempo und der Sport natürlich auch, leider nicht immer zum Positiven. Dabei ist mir bewusst, dass diese vielfältigen Herausforderungen Ihnen allen viel abverlangen. Bei der hohen Arbeitslast sowohl im Ehrenamt als auch im bezahlten Bereich und trotz der Unsicherheiten, mit denen wir momentan konfrontiert werden, bin ich sehr stolz darauf, dass der Detmolder Sport sich auf Ihr Engagement und Ihre unermüdliche Tatkraft zu 100 Prozent verlassen kann.

Mein Dank gilt allen Beteiligten: Sportlern, Ehrenamtlern, Trainern und Übungsleitern, Vorständen und Helfern aber auch Sponsoren, die dem Sport treu bleiben und auch nicht zuletzt der Politik und der Verwaltung.
Dafür sage ich Ihnen ganz herzlichen Dank! Ihnen und Ihren Lieben wünsche ich nun schöne Weihnachtstage, etwas Zeit zum Durchatmen und einen guten Start ins Jahr 2023 – mit vielen positiven und hoffnungsfrohen
Momenten.

Mit herzlichen Grüßen – und bleiben Sie gesund!

Carsten Lemm
Vorsitzender
Sportverband Detmold e.V.

Begeisterndes Weihnachtsturnen des Landesleistungszentrums Turnen in Detmold

Fotograf: Egon Penner. Das Foto zeigte Liana Keil vom Detmolder SV.

Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause hatte das Warten ein Ende: Dicht gedrängt saßen Turneltern und zahlreiche Ehrengäste aus nah und fern erwartungsfroh auf den Turnbänken. Und auch Stützpunktleiter Hans-Joachim Dörrer hatte bei der Begrüßung schweißige Hände. Sein Willkommensgruß galt dabei vor allem den Ehrengästen von der Stadt Detmold, vom Kreis Lippe, vom Lippischen Turngau, von den kooperierenden Schulen und Vereinen sowie den Sponsoren. „Sie alle bilden zusammen ein großes WIR, das notwendig ist, um turnbegabte Kinder zu hohen und höchsten Leistungen führen zu können. Und egal, wieweit dieser Weg geht, jeder Schritt, den die uns anvertrauten Kinder hier gehen, trägt dazu bei, die körperliche, seelische und geistige Entwicklung zu fördern.“

Und dann ging es los: 25 Auftritte von den jüngsten Turntalenten der AK 6 bis zu den Bundeskaderturnerinnen der AK 11-14 versetzten Eltern und Gäste in wahre Begeisterungsstürme. Was den Bürgermeister der Stadt Detmold als Hausherrn dieses Turnzentrums zu der Feststellung veranlasste: „Was brauchen wir eine Fußball-WM in Katar, wenn wir in Detmold ein Turnleistungszentrum haben, in dem turnerische Talente zu nationalen und sogar internationalen Leistungen geführt werden.“ Über diese Worte freute sich niemand mehr als Stützpunktleiter Hans-Joachim Dörrer, der zusammen mit Cheftrainer Michael Gruhl das Weihnachtsturnen moderierte und dabei auch auf die Entwicklung des Turnzentrums einging: „Als dieses Turnzentrum im Jahr 1980 eröffnet wurde, konnte niemand voraussagen, ob und in welchem Umfang sich die Idee einer turnerischen Talentförderung würde verwirklichen lassen. Aber die gemeinsam mit mir arbeitenden Trainerinnen und Trainer waren so erfolgreich, dass schon bald der Name Detmolds als turnerische Talentschmiede in Deutschland die Runde machte. Das geschah zunächst auf schulischer Ebene beim Bundeswettbewerb der Schulen JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA, wo die Mädchenmannschaften des Christian-Dietrich-Grabbe- Gymnasiums bis heute 25 mal den Sprung ins Bundesfinale schafften und dreimal Bundessieger werden konnten. Aber auch auf Vereinsebene ließen die Erfolge nicht lange auf sich warten. So erreichten unsere Turnerinnen eine Vielzahl von Medaillen auf nationaler und internationaler Ebene.

Der Höhepunkt war dann die Berufung von Nadine Jarosch in das Turnteam Deutschland, mit dem sie 2012 bei den Olympischen Spielen in London den 9. Platz erkämpfte. Vater dieser Erfolge war innerhalb des Trainerteams Michael Gruhl, der nach der Wende bei uns angeheuert hat. An Dich, lieber Michael übergebe ich nach über 40jähriger Tätigkeit mein Amt als Stützpunktleiter. Ich danke Dir und allen anderen Mitstreiterinnen und Mitstreitern für die langjährige Zusammenarbeit, von der ich keine Sekunde missen möchte. Und ich bin überzeugt, dass Du das turnerische Schiff weiterhin auf Erfolgskurs halten wirst.“ Diesen Worten schloss sich auch die Gauvorsitzende des Lippischen Turngaues, Pia-Carola Caspari, an. Ihre Dankesworte waren geprägt von den Erfahrungen, die sie als aktive Turnerin bei „HAJ0“ gemacht hat: „Ich fühlte mich bei Dir sowohl beim Training wie auch bei den Wettkämpfen immer gut aufgehoben, weil das Herzblut zu spüren war, mit dem Du mich und alle anderen Turnerinnen begleitet hast.“

Leichtathletik-Angebot für Nachwuchs trifft den Ostwestfalen-Nerv

In ganz Ostwestfalen-Lippe herrscht weiterhin eine starke Grippewelle, die das Schul- und Sportleben für Kinder und Jugendliche sehr einschränkt. Auch die Trainingsgruppen der Leichtathletik-Vereine sind natürlich überall betroffen. „Wenn unter diesen Umständen 71 Teilnehmer aus 14 Vereinen zu unserem dritten Schulungstag in den Ahorn-Sportpark Paderborn zumeist weit anreisen, dann heißt das nichts anderes, als dass wir mit unserem Angebot genau richtig liegen und einen Bedarf decken“, war von Klaus Brand als einem sehr zufriedenen Leiter der Maßnahme zu hören, „mit ausdrücklichem Dank an alle fürs Kommen.“

Die Vereinstrainer, die zum Teil fast zwei Stunden hierher unterwegs gewesen waren, hatten dann ihre Freude am Einsatz ihrer Schützlinge in den zwei Trainingsblöcken über vier Stunden und Gelegenheit, viel Neues zu lernen. Das Trainer-Team konnte heute sogar sieben Disziplinen anbieten, und überall wurde eifrig an Technik und Ausprägung gearbeitet – und auch gefachsimpelt. Andre Meyer hatte sogar ein „Heimspiel“. Der Wurf/Stoß-Spezialist aus Paderborn machte zunächst die Kugelstoß-Technik zum Thema und ließ dann Grundübungen an der Langhantel folgen. Michael Striewe (Bielefeld) machte sich auf der Laufbahn an die Verbesserung der Sprinttechnik, wobei er von Gerrit Gutthoff mit Elektronik unterstützt wurde. Enrico Krüger (Blomberg) ließ die Jugendlichen an seinem reichen Hürdensprint-Repertoire teilhaben, einer Disziplin, die aktuell beim westfälischen Nachwuchs erheblichen Nachholbedarf hat. Im Sprungbereich gab es sogar drei Möglichkeiten: Tapio Linnemöller (Minden) ging es heute um Betonung und Verbesserung des Absprungs beim Weitsprung, Steffen Biermann (Bünde) um die Lattenüberquerung nach entsprechender Steigung beim Hochsprung, und Alexander Sczyba (Gütersloh) um Einstichverhalten und Aufrollbewegung beim Stabhochsprung. Klaus Brand (Detmold) machte sich auf der Rundlaufbahn um das Einüben individueller Geschwindigkeiten im Mittelstreckenlauf und Erarbeitung von Widerstandsfähigkeit durch Tempoläufe.

Die geplante nächste Maßnahme am 28.12.22 in Minden muss leider ausfallen, weil die Stadt die Heizung in ihren Hallen in den Ferien herunter fahren wird. An Möglichkeiten zur Vorbereitung auf die anstehenden Meisterschaften wird aber gerade gearbeitet – eine Info wird erfolgen.

Klaus Brand, Projektleiter

Lokale Sportfortbildung für den Kreis Lippe

 

Hier gehts zum PDF zum Thema.