19 Leichtathletik-Teams wollen ins Finale

„Wenn man viele Teilnehmer und besonders viele Kinder im Stadion hat, wenn sogar ausreichend Kampfrichter und Helfer da sind, und wenn dann noch auf dem vom Gastgeber. LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen hervorragend präparierten Lohfeld alle Wettkämpfe problemlos, bei herrlichem Wetter und in toller Stimmung ablaufen, dann kann man mit Fug und recht von einer gelungenen Veranstaltung sprechen“, fasste Veranstaltungsleiter Klaus Brand die lippischen Mannschaftsmeisterschaften zusammen, die erstmals seit zwei Jahren wieder durchgeführt werden konnten.

Mustergültig vorbereitet von Sportwart Ulrich Offel, begleitet von vielen mitgereisten Eltern, die engagiert mitgingen, waren also beste Bedingungen für diesen Vorkampf gegeben, den 19 Mannschaften nutzten, um sich für das Landesfinale am 25./26.9.22 in Iserlohn oder zur Team-DM der Senioren zu qualifizieren. Sicher im Finale sein dürften die Mädchen wU14 der LG Lippe-Süd, Gruppe 3, mit 3690 Punkten. Miranda Wolf warf den Ball 51,50m und lief 10,82s über 75m, Lisanne Harms kam auf 10,85s, Nala Kohring sprang 4,23m, Sophie Ahnert warf 34,50m weit, die 4x75m-Staffel mit Spieß-Harms-Kohring-Ahnert lief 43,04s.

Wohl schaffen dürften es auch die mU18 der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen in Gruppe 2 mit 6499 Punkten. Dazu trugen u.a. 100m-Zeiten von Florian Schega mit 12,50s und Leon Schirpke in 12,66s bei, ein 5,01-Weitsprung von Elia Nestoris oder die 4x100m-Staffel von Tauber-Eickmeier-Finger-Unger in 49,69s bei. Dabei sein dürfte wohl auch die wU18 der StG Ubbedissen-Lippe-Süd mit 4614 Punkten, u.a. mit 13,46s von Stella Koch über 100m. Die Senioren-Teams können optimistisch auf das DM-Finale, das auch noch im heimischen Lage stattfindet, schauen. Die „Rumpf-Truppe“ der Senioren Ü40 von der StG Ostwestfalen- Lippe schaffte trotz etlicher Ausfälle 7826 Punkte: Jamie Hodgson trommelte die 100m in 12,92s herunter, Michael Striewe warf den Diskus auf 32,49m und Cord-Hendrik Eickmeier und Sven Cammerata hatten kurz aufeinander die 800m und die 3000m bei hohen Temperaturen zu bestehen. Zur Zeit steht das Team auf Platz 4 in Deutschland. Die Seniorinnen Ü40 der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen hatten u.a. in Tatjana Quest-Altrogge mit 2:44,92min über 800m, einem 4,32m-Weitsprung von Daniela Kaske-Mehlich oder einem 9,44m-Kugelstoß von Tina Wöhrmann fleißige Punktesammlerinnen. Sie liegen aktuell ebenfalls auf Platz 4, und die Seniorinnen Ü50 des LC Paderborn sind mit 5016 Punkten
zur Zeit sogar auf Platz 3 zu finden.

Mehrere Teams dürfen sich Hoffnungen auf Iserlohn machen. Die mU14 der LG Lippe-Süd, Gruppe 3, u.a. mit schnellen 75m-Sprints von Adrian Mertens, Julian Krüger und Felix Heidberg in 11,19s, 11,33s u d 11,42s hat momentan 2812 Punkte aufzuweisen. Die wU14 der StG Herford-Lippe, u.a. mit 10,48s über 75m von Amanda Schröder oder einem 48m- Ballwurf von Julia Meyer kommt auf 6188 Punkte. Und die wU18 der StG Herford-Lippe, u.a. mit einem 4,58m-Weitsprung von Romy Meyer oder der 4x100m-Staffelzeit mit Wagenbach- Meyer-Steinberg-Sauer von 53,63s könnten es ebenfalls mit 6343 Punkten noch schaffen. Aber: Abgerechnet wird erst Anfang September…..

Die komplette Ergebnisliste unter www.flvw.de/Termindatenbank
Gez. Klaus Brand, VKLA

Ehrungen für sportliche Detmolderinnen und Detmolder

Mehrere Vereine, Schulen, Unternehmen und Einzelpersonen sind in Detmold für das Erlangen des Sportabzeichens geehrt worden. Auf dem Sportplatz am Hiddeser Bent traten dazu der Vorsitzendes des Stadtsportverbandes, Carsten Lemm und Bürgermeister Frank Hilker vor die zu ehrenden Sportlerinnen und Sportler. Beide betonten, welch großen Stellenwert der Sport in der Stadtgesellschaft habe. “Sport, das wissen wir in Detmold sehr genau, leistet auf sehr vielen Ebenen etwas für die Menschen in unserer Stadt. Sport verbindet und Sport hält gesund”, betonte Frank Hilker in seiner Rede. Wer sich im Sport engagiere, der tue das für das eigene Wohl ebenso wie für das Wohl aller.

Zum 50. Mal erfüllte Armin Hilker vom VfL Hiddesen jüngst die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen. Neben der Ehrung für seine beständige Leistung gab es kräftigen Beifall für den Jubel-Sportler. Stolze 45 Sportabzeichen hat Wolfgang Bekiersch bereits abgelegt, für 30 goldene Sportabzeichen wurde Andreas Nawrotzki geehrt, Jörg Stiegmann wurde für 25 mal Gold und Günter Seeliger für 25 mal Silber geehrt.

Als Verein wurde der VfL Hiddesen ausgezeichnet. Hier wurden im vergangenen Jahr 110 Sportabzeichen an die Erwerberinnen und Erwerber verteilt. Der TV Brokhausen wurde für sechs Erwerberinnen und Erwerber geehrt.

Die August Hermann Francke Hauptschule wurde für 253 verliehene Sportabzeichen (100%) und die Grundschule Heiligenkirchen für 204 Erwerberinnen und Erwerber geehrt.

Außerdem wurde die Firma Weidmüller Interface GmbH & Co. KG geehrt. Hier gab es 16 Sportabzeichen.

Neuauflage von „Sport im Park“

Am Montag, den 27. Juni 2022, findet im Detmolder Schlosspark der Auftakt zur Veranstaltungsreihe „Sport im Park“ statt. Ab 18:30 Uhr werden Besucherinnen und Besucher mit verschiedenen Darbietungen aus den Bereichen Musik und Tanz begrüßt, bevor es ab voraussichtlich 19 Uhr heißt: Mitmachen bei Indiaca, Selbstverteidigung und Gesundheitssport!

Mit insgesamt 26 verschiedenen Bewegungsangeboten von Hula Hoop über Trendsportarten und Kinderturnen bis hin zu Taekwondo haben die Detmolder Sportvereine ihre Angebotspalette im Vergleich zum Vorjahr weiter ausgebaut. „Neu ist, dass wir mit den Angeboten „Wirbelsäulengymnastik“, „Vital Walking“ und „Kraft-, Stabilisations- und Koordinationstraining“ nun auch die Zielgruppe der Senioren gezielt ansprechen“, freut sich Carsten Lemm vom Sportverband Detmold e.V. (Vorsitzender). Bereits etabliert hat sich die „Bewegte Mittagspause“ (dienstags bis donnerstags) hinter dem Familien- Info-Treff (Schülerstr. 35), die auch den Fleißigen, die keinen Urlaub haben, eine Aktivität ermöglicht. Über das gesamte Stadtgebiet organisieren mit dem TV 09 Pivitsheide, CVJM Pivitsheide, Sandokai Detmold, Detmolder

Sportverein, TV Brokhausen, Taekyon Detmold und den Sportfreunden Berlebeck-Heiligenkirchen gleich sieben Vereine das attraktive und abwechslungsreiche Ferienprogramm bis zum 05. August 2022. Das Besondere dabei: Auch Nicht-Vereinsmitglieder sind herzlich willkommen. Eine Voranmeldung ist nicht nötig – einfach vorbeikommen und mitmachen ist die Devise! Das Angebot ist kostenlos und findet unter fachlicher Anleitung statt.

„Bereits in den vergangenen zwei Jahren haben wir in Detmold sehen können, wie gut die Aktion „Sport im Park“ angenommen wird und unterstützen daher mit Freude weiterhin die Vereine organisatorisch und auch finanziell. So konnten wir im Innenstadtbereich z.B. die Brunnenwiese als weitere Sportfläche freigeben und so die Angebote weiter im Stadtgebiet verteilen. Das Ziel muss weiterhin lauten, Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum weiter auszubauen und für alle Bürgerinnen und Bürger attraktive Angebote zu schaffen. Ich danke daher insbesondere den beteiligten Sportvereinen für Ihr Engagement und dem Landessportbund NRW sowie der AOK Nordwest für ihre Unterstützung des nicht-
vereinsgebundenen Sports in Detmold“, so Frank Hilker (Bürgermeister). Die Flächen bieten genug Platz, sodass die im Zusammenhang mit den aktuellen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften (CoVid 19) notwendigen Mindestabstände eingehalten werden können. Der jeweilige Verein ist verpflichtet, die Anwesenheit der Sportlerinnen und Sportler zu dokumentieren. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sollten Aktive bereits einen mit Kontaktdaten beschriebenen Notizzettel oder eine Visitenkarte mitbringen. Die Vorgaben des Datenschutzes werden selbstverständlich gewahrt, die Teilnehmerinformationen werden nach vier Wochen vernichtet.

„Sport im Park“ findet in Kooperation zwischen dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen, dem Kreissportbund Lippe, dem Sportverband Detmold e.V, den Detmolder Sportvereinen, der Stadt Detmold, dem Familien-Info- Treff sowie der AOK Nordwest statt. Weitere Informationen und das Programm mit jeweiliger Ortsangabe finden Sie im Internet unter www.sportverband-detmold.de und www.fit.detmold.de.

Flyer und Plakat zu Sport im Park:

KSB_22_Sip_Detmold_Plakat-Druck

KSB_22_Sip_Pivitsheide TV09+CVJM_Plakat-Druck (detmold.de)

Deutsche Jugendmeisterschaften Gerätturnen weiblich

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Allgemein kann man davon ausgehen, dass Turnwettkämpfe von Witterungseinflüssen unbehelligt bleiben. Nicht so bei den diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften, die am 18./19. Juni in Reilingen bei Mannheim stattfanden. 37 Grad zeigte das Thermometer, so dass man von einer wahren Hitzeschlacht sprechen konnte, die von den insgesamt 79 qualifizierten Nachwuchsturnerinnen der Altersklassen 12-15 neben den turnerischen Leistungsanforderungen zusätzlich gemeistert werden musste.

Das gelang den drei Detmolderinnen erstaunlich gut. Mia Lutkova und Aliya-Jollie Funk, beide in der AK 12 erstmalig qualifiziert, bewältigten den Vierkampf zwar nicht ganz fehlerfrei, durften aber am Schluss jubeln. Mia schaffte unter den 31 Starterinnen einen starken 5. Platz und sicherte sich dazu noch den Einzug in das Gerätefinale der sechs besten Balkenturnerinnen. Ähnlich gut verlief es bei Aliya- Jolie Funk, die zwar mit ihrer Balkenübung haderte, dafür am Sprung und Stufenbarren gleich zweimal die Gerätefinals erreichte. Einen guten Eindruck hinterließ auch Lia-Feline Mass, die in der Altersklasse 14 die Detmolder Farben vertrat. Neben einem 13. Platz im Mehrkampf sprangen auch für sie zwei Gerätefinals am Sprung und Balken heraus. Damit war aber das Turnpulver noch nicht verschossen. Konzentriert und mit gewachsenem Selbstbewusstsein präsentierten sich die drei Detmolderinnen am Finaltag, so dass weitere Erfolge nicht ausblieben: 5. Platz am Balken für Mia Lutkova sowie für Lia-Feline Mass am Sprung. Die Krönung aber folgte mit der Bronzemedaille von Lia-Feline Mass am Balken und der Silbermedaille von Aliya- Jolie Funk am Sprung.

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„Wir haben wieder den Sprung auf die nationale Turnbühne geschafft“, waren die ersten Worte von Michael Gruhl. Und Stützpunktleiter Hans-Joachim Dörrer war angesichts der Erfolge einfach nur geflasht. Übereineinstimmend stellten beide fest: „Diese Tage haben Spaß gemacht. Denn die Erfolge sind der verdiente Lohn für die Trainingsarbeit, die im Detmolder Turnleistungszentrum geleistet wird. Und sie haben einmal mehr bewiesen, dass wir zu Recht ein Landesleistungsstützpunkt im besonderen Interesse des Landes Nordrhein-Westfalen sind.

Lippische Leichtathletik-Jugend als Hecht im Karpfenteich

Als Hecht im Karpfenteich präsentierte sich die lippische Leichtathletik-Jugend bei den  Westfalenmeisterschaften U20 und U18. Im Glutofen des Stadions Hohenhorst in Recklinghausen war es dabei so heiß, dass sich die Sprinter sogar die Finger beim Start auf dem Kunststoff verbrannten. Unter diesen Bedingungen konnte man aber allein sieben Goldmedaillen nach Hause holen und dabei noch drei Qualifikationen für die deutschen Meisterschaften und zahlreich hervorragende Leistungen abrufen.

Immer mehr nach vorne schiebt sich Till Morawietz (LG Lippe-Süd). Nach nunmehr schon vier FLVW-Meistertiteln in diesem Jahr kamen heute zwei neue hinzu. Über 100m U18 lag seine Bestzeit bisher bei 11,30s, womit er schon die Qualifikation für die DM in der Tasche hatte. Nach 11,43s im Vorlauf blieb die Uhr im Finale dann bei herausragenden 11,10s stehen, womit er Kasusch (Wittgenstein) mit 11,23s auf Platz 2 verweisen konnte. Diese Zeit ist die zweitbeste, die jemals in Lippe in dieser Altersklasse gelaufen worden ist. Auch im Weitsprung kam er ganz oben auf das Siegertreppchen. Mit 6,63m und 7cm Vorsprung vor Wittemeier (Bünde) legte er nochmals eine Klasseleistung hin. Dazu kamen noch Platz 4 im Kugelstoß mit 12,93m und Platz 8 im Speerwurf mit 41,87m.

Ebenso hoch anzusiedeln sind weitere Leistungen weiterer neuer Titelträger: Maybrit Sommer vom Stabhochsprungverein Horn-Bad Meinberg gewann nicht nur den Wettbewerb U20 mit 3,75m, und Teamkameradin Lina Heine den Diskuswurf U18 mit 41,52m, sondern beide qualifizierten sich damit deutlich für die deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm. Thorsten Schillmann (LG Lippe-Süd) steigerte sich im Hochsprung U18 auf hervorragende 1,87m und verwies damit Gruhn (Erkenschwick) um 9cm auf Platz 2. Der bereits für Ulm für die 110m Hürden qualifizierte Ole Herlemann fiel über die vorletzte Hürde und verpasste dadurch eine Zeit unter 15Sek.

Im Weitsprung U20 gab es einen lippischen Doppelerfolg für die LG Lippe-Süd: Manuel David gewann mit 6,15m vor Gerrit Justin Gröne mit 6,08m, und im Stabhochsprung U20 siegte Teamkamerad Moritz Eins nach wenig Training mit 3,80m. Edelmetall gab es auch für die „Stabis“ noch dreimal: Peer Bornefeld holte Silber mit 3,90m in U18, Jule Mühlenhof (beide LG Lippe-Süd) ebenso in U20 mit 2,90m, und Mirja Gutzeit (Stabhochsprungverein
Horn-Bad Meinberg) Bronze mit 3,30m und nur zwei gültigen Sprüngen bei U18. Knapp am jeweils dritten Platz vorbei schrammten Silva Wagenbach Liliana (LG Lage- Detmold.Bad Salzuflen) mit 2:36,91min über 800m U18 und Gerrit Justin Gröne im 110mHürdenlauf mit 16,31s nach Stolpern an der vorletzten Hürde.

Die komplette Ergebnisliste unter www.flvw.de/Termindatenbank 

Gez. Klaus Brand, VKLA

Zwei lippische Mädchen schieben sich auf Westfalens Spitze

Im Ischelandstadion in Hagen fanden am vergangenen Sonntag die Westfälischen Meisterschaften der Leichtathletik für die Schüler:innen U16 statt. Die Lippischen Nachwuchsathlet:innen gingen
insgesamt 11 mal an den Start und erkämpften sich gleich fünf Medaillen, was ein Top Ergebnis ausmahlt.

Allen voran krönten Miranda Wolf (LG Lippe-Süd) und Eva Wilcke in der Altersklasse W14 ihre tollen Leistungen mit dem ersten Platz im Speerwerfen, bzw. Stabhochsprung. Wolf, die eine Altersklasse höher starten musste, um an diesen Meisterschaften teilzunehmen, warf den Speer auf 33,10Meter und damit Sieben Meter weiter als die nachfolgende Konkurrenz. Wilcke sprang 3,00 Meter im Stabhochsprung und konnte sich damit zusätzlich Platz 2 in der Gesamtwertung (Mit einer Altersklasse höher) sichern.

In derselben Stabhochsprung Konkurrenz versilberte sich Josepha Paulisch vom Stabhochsprungverein Horn-Bad Meinberg) ihren starken Auftritt mit 2,90 Metern. Dicht gefolgt ihren Vereinskolleginnen Leandra Moessing und Emilie Heine, die beide mit ebenfalls starken 2,70 Metern auftraten. Moessing rückte dabei auf Platz drei und Heine Platz vier aufgrund von einer höheren Anzahl an Fehlversuchen.

Aber nicht nur die Lippischen Schülerinnen konnten sich Medaillen sichern, sondern auch Leon Schirpke von der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen. Er lief die 100 Meter in 12,70 Sekunden, verbesserte seine Bestzeit um 14 Hundertstel und bestätigte dann im Endlauf seine Zeit mit 12,71 Sekunden, welches ihm Platz 3 einbrachte.

Gerätturnen: Erster bundesweiter Wettkampf im weiblichen Nachwuchsbereich gelungen

„Endlich ist es wieder soweit: Wir treffen uns in Dortmund zu einem nationalen Turnereignis, das nicht durch Corona-Auflagen dominiert wird. Es sind wieder Zuschauer erlaubt und die zurzeit noch gültigen Hygieneauflagen gehören zu
unseren Alltagsabläufen.“ So begrüßte der Präsident der Dortmunder Turngemeinde, Manfred Hagedorn, am 11./12. Juni insgesamt 120 Nachwuchsturnerinnen aus den Turn-Talent-Schulen des Deutschen Turner-Bundes, die sich für diese erste
Bestandsaufnahme qualifiziert hatten. Galt es doch festzustellen, „wie die nationalen Turnregionen die schwierigen Herausforderungen der letzten Jahre bewältigt haben und darauf brennen, endlich wieder unter normalen Bedingungen ihr Können zu zeigen“. Und das konnte sich sehr zur Freude den Bundesnachwuchstrainerin Claudia Schunk sehen lassen.

Das galt auch für die Talente der Detmolder Turntalentschule. In der Altersklassen 10 war es Melina Gerlach, die bei ihrem ersten Start auf Bundesebene unter den 41 angetretenen Konkurrentinnen einen starken 14. Platz erreichte. Wobei sie vor allem am Sprung und Balken zu überzeugen wusste. In der Altersklasse 11 gingen mit Liana Keil, Lina Röckemann und Zoe Lang gleich drei Detmolderinnen auf Punktejagd. Am erfolgreichsten war dabei Liana, die mit 64,500 Punkten nicht nur zur den TOP-Ten-Platzierten gehörte, sondern mit dieser Punktzahl auch vorzeitig die Kadernormierung für 2023 schaffte. Lina und Zoe zeigten gute Ansätze, konnten ihr
Potenzial aber noch nicht an allen Geräten abrufen. Insgesamt beurteilte Michael Gruhl das Abschneiden seiner Schützlinge wie folgt: „Trotz einiger Fehler haben sich unsere Talente bundesweit gut eingeordnet und bewiesen, dass sie die Herausforderungen des neuen Wettkampfprogramms, das erst seit Beginn des Jahres vorliegt, größtenteils schon beherrschen. Jetzt heißt es, weiter konsequent an den Grundlagen im athletischen und technisch-koordinativen
Bereich zu arbeiten, um die Kadernormen bei den nächsten Wettkämpfen in der zweiten Jahreshälfte knacken zu können.“

So sieht es auch die Bundesnachwuchstrainerin, die sich über das breite Talentpotenzial freute und die Aktiven für ihre gezeigten Leistungen mit den Worten lobte: „Mädels, das habt ihr schon gut gemacht. Macht weiter so.“

Indiaca: Doppelter Triumph bei den Deutsche Meisterschaften

Bei den offenen Deutschen Meisterschaften (DTB) im Indiaca kann die CVJM SG Sylbach/Pivitsheide gleich doppelt triumphieren. Vor heimischer Kulisse in Detmold gewinnt die SG in den Spielklassen Damen und Mixed jeweils das Endrundenturnier und dementsprechend in den Spielklassen die Deutschen Meisterschaften. In beiden Spielklassen wurde die SG schon vor dem Turnier für einen Treppchenplatz gehandelt. Aus einer guten Jugendarbeit in den letzten Jahren, können die Verantwortlichen nun aus einem großen soliden Kader die Teams zusammenstellen. Gezielt wurden die Teams nach der Corona bedingten Auszeit auf die Meisterschaften vorbereitet. Am ersten Tag der Meisterschaften galt es in der Damen und Männer Spielklasse sich zu behaupten. Die Männer hatten sehr schwere Aufgaben in der Vorrundengruppe. Mit zwei verlorenen Spielen gegen die den späteren Deutschen Meister von der TSG Blankenloch und dem späteren Vizemeister vom CVJM Bindlach, reichte ein Sieg im dritten Spiel gegen den CVJM Rußheim nicht aus, um in das Halbfinale zu kommen. Im Platzierungsspiel gegen TSV Grünwinkel erspielt sich die SG den 5. Platz in der Männerkonkurrenz.

Bei den Damen gab es durch eine Absage von einem Team keine Vorrundengruppen. Laut Reglement des DTB muss bei 7 teilnehmenden Teams das Spielsystem jeder gegen jeden genutzt werden. Mit einem souveränen Sieg gegen die TSG Blankenloch starte die SG in das Turnier. Schon im zweiten Spiel ging es gegen die Mitfavoritinnen vom GW Hausdülmen. Das Spiel war von Anfang an auf einem sehr hochklassigen Niveau. Beide Teams mit Nationalspielerinnen gespickt, boten sich einen offenen Schlagabtausch. Das Spiel war permanent auf Augenhöhe beider Teams. Im ersten Satz mit dem glücklichen Ende 25:22 für die Damen aus dem Münsterland. Wenn die SG nicht schon im zweiten Spiel mit einem weiteren verlorenen Satz patzen wollte, musste nun ein Sieg im zweiten Satz her. Auch der zweite Satz ähnelte sehr stark dem ersten Satz. Beide Teams spielten mit einer hervorragenden Qualität Indiaca. Zum  Ende des zweiten Satzes konnten sich die Damen der SG einen leichten Vorsprung erspielen, der trotz starker Gegenwehr der GW Damen, verteidigt werden konnte. Der Satz ging zugunsten der Lipperinnen mit 25:22 aus. Damit war die SG, wie auch die Damen aus Hausdülmen, weiter im Rennen um die Treppchenplätze. In den weiteren Spielen gegen Kamen und Milbertshofen, konnten sowohl die SG, als auch die Damen von Hausdülmen ihre Spiele gewinnen. Die Damen vom TSV Enzweihingen entwickelten sich letztlich zu einem Stolperstein für die SG und auch Hausdülmen. Die SG konnten noch den ersten Satz mit Mühe gegen Enzweihingen mit 25:23 gewinnen. Im zweiten Satz passte die Abstimmung zwischen Block und Abwehr nicht richtig. Auch hatten die Angreiferinnen Probleme die Damen von der Enz in Schwierigkeiten zu bringen. Der zweite Satz ging für die SG mit 20:25 verloren. Damit wurde es für die SG schwierig schon jetzt um den Titel mitzuspielen. Die Mithilfe aus Enzweihingen war nun nötig, da Enzweihingen nun in der nächsten Spielrunde gegen Hausdülmen auf das Feld musste. Enzweihingen setzte nun Hausdülmen gleich von Beginn des Spiels unter Druck, da mit dem Satzgewinn gegen die SG, nun auch das Podium für Enzweihingen erreichbar war. Enzweihingen gewinnt den ersten Satz mit 25:22 gegen Hausdülmen. Im zweiten Satz gewinnt Hausdülmen mit 25:21. Damit hatten es die Damen der SG im letzten Spiel des Tages gegen TSV Grünwinkel selber in der Hand, welcher Platz es werden wird. Wenn beide Sätze gewonnen werden und auch dementsprechend viele Ballpunkte erspielt werden, kann es nach ganz oben gehen. Mit dieser Motivation ging es in das Spiel. Der erste Satz ging schon klar an die SG, 25:17 der Endstand. Jetzt ging das Rechnen los, wie viel Bälle Grünwinkel im zweiten Satz nur erspielen darf. In einem Spiel mit absoluter Hochspannung und Willenskraft schafft es die SG tatsächlich eine Punktlandung zum machen. Mit einem 25:15 im zweiten Satz, ist das denkbar knappste Ergebnis erspielt worden um Deutscher Meister zu werden. In der Endabrechnung hatte die SG nun nur einen Ballgewinn Vorsprung vor Hausdülmen.

Am zweiten Spieltag ging es nun in der Spielklasse Mixed um den Meistertitel. In der Vorrunde startete die SG gleich mit einem Pflichtsieg gegen TSV Milbertshofen 25:12, 25:21 in das Turnier. Im zweiten Spiel in der Vorrunde tat sich das Team gegen TSV Grünwinkel sehr schwer. Nach einem knappen gewonnen ersten Satz 25:23 folgte ein Satzverlust im zweiten Satz mit 25:19. Gegen TSV Enzweihingen lief das Spiel wieder deutlich besser. Mit zwei gewonnen Sätzen war das Halbfinale sicher erreicht. Im Halbfinale ging es im Duell der Westfalen gegen den CVJM Kamen. Im Halbfinale konnte sich die SG wieder steigern. Der Einzug in das Finale wurde mit einem 25:14 und 25:20 perfekt gemacht. Das Finale gegen den ISC Reichertshausen aus Bayern entwickelte sich zu einem Leckerbissen für die Indiaca Freunde. Beide Teams schenkten dem Gegner nichts. Die Angriffsstärke der Herren beider Mannschaften ist bekannt, damit war klar, dass die Teams versuchen werden, mit jeder Möglichkeit die geboten wird zu punkten. In einem spannenden ersten Satz kann die SG sich im Verlauf einen kleinen Vorsprung erspielen und mit 25:20 den Satz gewinnen. Der zweite Satz gestaltet sich auch sehr ausgeglichen. Mit einem erstklassigen Stellspiel der Damen können die Männer der SG ihre Schlagkraft unter Beweis stellen. Die Stimmung in der Halle stieg immer weiter an, nachdem die SG sich erneut einen kleinen Vorsprung erspielen konnte. Einen großen Jubel gab es in der Halle, nachdem der Matchball mit einer Rettungsaktion und einem Netzroller vollendet wurde. Damit ist nun auch die CVJM SG Sylbach/Pivitsheide in der Spielklasse Mixed Deutscher Meister.

An diesem Wochenende wurde in Detmold erneut Werbung für eine faszinierende faire Sportart gemacht. Eindrücke der Veranstaltung sind über den üblichen Medien/Plattformen u.a. auch im Internet (https://www.cvjm-pivitsheide.de/dm2022/) abrufbar. Die SG bedankt sich bei den Unterstützern der DM in Detmold und natürlich bei allen ehrenamtlichen Helfern die im Umfeld der DM tätig gewesen sind. Ohne das Ehrenamt wäre diese Veranstaltung nicht umsetzbar gewesen.

Mehrkampf-Hochburg Lippe-Süd überzeugt in Lage

Zwei Erkenntnisse aus lippischer Sicht wurden bei den zweitägigen NRW-  Mehrkampfmeisterschaften in Lage deutlich: Zum einen wurde die LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen unter Sven Obenhaus wieder einmal ihrem Ruf gerecht, ein guter Gastgeber für große Veranstaltungen zu sein, denn hervorragend präparierte Wettkampfanlagen und ebenso arbeitende lippische Kampfrichterteams sorgten für einen stimmungsvollen Rahmen für die besten Mehrkämpfer des Landes. Zum anderen bestätigte die LG Lippe-Süd ihre Bedeutung als Mehrkampf-Hochburg im Lande, denn neben zwei Meistertiteln wurden weitere vier Platzierungen unter den besten Acht geschafft. Und das, obwohl durch Abitur und Verletzungen die Männer- und die U20-Mannschaft nicht einmal an den Start gehen konnten.

Zum „König der U18-Athleten“ – nämlich im Zehnkampf – wurde als Schützling von Trainer Marco Müllers der Diestelbrucher Till Morawietz. Nach starken Leistungen am ersten Tag mit 11,40s über 100m, einem 6,47m-Weitsprung, einem 13,56m-Kugelstoß, einem Stabhochsprung über 3,10m und 54,09s über 400m setzte er sich bereits nach fünf Disziplinen an die Spitze. Die Position geriet zwar am zweiten Tag durch vorsichtig gelaufene Hürden und durch „nur“ 1,72m im Hochsprung in Gefahr, doch 35,60m und 42,62m im Diskus- und Speerwurf und 5:11,87m bis zur Erschöpfung über 1500m ergaben unter dem Strich 5823 Punkte, was zum Meistertitel mit klarem Vorsprung vor Marcel Reiff (Gladbeck) reichte. Gleich hinter diesen beiden auf dem Bronzeplatz schaffte es Ole Herlemann aus Wöbbel mit 5630 Punkten. Klasse seine Zeit über die 110mHürden, die gleichzeitig die Qualifikation für die deutschen Einzelmeisterschaften bedeutet.

Aber auch die 11,72s über 100m, der Weitsprung über 6,03m, der Hochsprung über 1,78m, die 54,32s über 400m oder die 3,30m im Stabhochsprung und eine Leistung über 1500m bis „über die Grenze“ zeigen, dass er diesen Platz verdient hat. Wie sehr die Lippe-Süd-Jungen in dieser Altersklasse präsent waren, macht noch Platz 8 für Gerrit Schäfers aus Feldrom deutlich. Unter anderem seine 12,31s über 100m, seine 17,18s über die Hürden, 38,04m mit dem Speer und mit
5:08,74min als drittbeste Zeit des Tages summierten sich auf 4941 Punkte. Alle drei Jungen wurden dann auch folgerichtig als NRW-Mannschaftsmeister mit 16394 Punkten geehrt. Als einzig verbliebender Athlet in der U20-Klasse hatte es Manuel David als Holzhausen in einer starken Konkurrenz schwer – u.a. mit der nationalen Spitzenklasse von Simon Büthe. Aber Manuel kämpfte vorbildlich, legte mit 11,61s über 100m gleich eine starke Zeit vor, musste beim
Hochsprung durch eine Fußverletzung bei 1,67m passen und legte dann nur noch persönliche Bestleistungen hin, von 56,30s über 400m über 41,44m im Speerwurf bis hin zu hervorragenden 3,60m im Stabhochsprung. 5158 Punkte bedeuteten Platz 5 in NRW mit einer Steigerung um über 400 Punkten.

In M15 hatte Lasse Westphal aus Heesten im Neunkampf seinen ersten großen Wettkampf zu bestehen, doch u.a. 5,06m im Weitsprung, 12,91s über 80mHürden oder 34,50m mit dem Speer
brachten ihm 4097 Punkte und Platz 8. Wie sehr in der LG Lippe-Süd der Mehrkampf „gelebt“ wird, zeigt auch die Unterstützung des „Fan-Clubs“ von Eltern, Vorstand und Vereinskameraden. Alle sorgten über zwei Tage für viel Rückenstärkung bis zur Siegerehrung (Foto).

Die komplette Ergebnisliste unter www.flvw.de/Termindatenbank

Gez. Klaus Brand, VKLA

Fachtagung Kinderturnen – Anmeldung geöffnet!

Nach zwei Jahren Pause kehrt vom 20. – 21. August die Fachtagung Kinderturnen in die Landesturnschule Oberwerries (Hamm, Westfalen) zurück. Die Westfälische Turnerjugend heißt dann alle Interessierten rund um das Kinderturnen herzlich willkommen. Ob als Erzieher*in einer (Bewegungs-)Kita, Lehrkraft in der Schule im AG-Bereich oder nach Stundentafel aber auch als Leitung der Gerätturngruppe und natürlich nicht zuletzt eines Kinderturn-Angebots – Ihr werdet bei der gebotenen Vielfalt die Qual der Wahl haben! Alle Teilnehmenden am Samstag werden Teil von etwas Neuem sein: Ihr seid mittendrin in einem interaktiven Live-Podcast und tauscht Euch mit Vanessa und Elias über die Welt des Kinderturnens aus.

Bei den über 40 Workshops von 20 Referierenden ist es anschließend möglich, individuell einen Schwerpunkt wie Gesundheitsförderung oder motorische Grundlagenförderung sowie auch Turnmethodik zu vertiefen. Wer nur eine bestimmte Zielgruppe wie Kindergarten- oder Grundschulkinder im Auge hat, kann sich seinen persönlichen Fortbildungskalender auch unter diesem Aspekt zusammenstellen. Übernachtungsplätze sind ebenfalls vorhanden – allerdings, wie auch die Workshops, nur in begrenzter Anzahl!

Die Fachtagung ist mit bis zu 16 Lerneinheiten (LE) zur Lizenzverlängerung anerkannt. Einen Frühbucherrabatt gibt es bis zum 15. Juni!

Heike Offermann, Vorsitzende der WTJ: „Ich wünsche allen Beteiligten ein gutes Gelingen, spannende Workshops und gute Gespräche. Genießt das Schloss-Ambiente und viel Spaß bei der Umsetzung der Inhalte in euren Gruppen zuhause!“

 

 

Infos/Anmeldung
Alle Infos rund um die Fachtagung findet Ihr auch im Download Fachtagung Kinderturnen (inkl. Broschüre, extra Übersichten für die Tage und schriftlichem Anmeldebogen). Zu der Online-Anmeldung geht es unter events.dtb-gymnet.de (bei Stichwort/Eventnummer 22620100 eingeben) oder direkt https://t1p.de/spz00 sowie über den Scan des QR-Codes.

 

 

 

Fachtagung Kinderturnen | 20.-21.8.2022 | Landesturnschule Oberwerries

Informationen und Anmeldemöglichkeit gibt es unter events.dtb-gymnet.de Stichwort 22620100 oder hier

 

 Sportliche Grüße

Julia Böger

Vereinsregister Hamm, VR 609